razzo

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Vorsatz zum Verhassen

Ich habe mir, gerade jetzt, in diesem Moment vorgenommen von nun an meinen Hass hier reinzutragen. Der ist normalerweise recht vielgestaltig, red ich mir zumindest gerade ein. Schaun wir mal...

 Jetzt gerade fällt mir zwar nichts hassenswertes ein, aber vielleicht kommt das ja noch.

 Einerseits mein Hass auf jede Form von Literaturanalyse, aber das ist irgendwie kein wirklicher Reißer...

 Gerade hab ich gelesen, wie jemand meinte, er hielte heinrich mann für einen besseren schriftsteller als seinen bruder thomas...

 um eines klarzustellen, mir ist politische ambition verhasst (<-- da haben wirs) und auch wenn man dem thomas sowas nachsagt, seine bücher ließen sich wohl auch ohne jeden anklang an solcherlei themen lesen

 bei heinrich wär ich mir da nicht so sicher. ebenso würde ich allerdings jedem sagen, dass ich robert musil für einen größeren schriftsteller als alle manns zusammen halte. vielleicht auch jahnn

 wie kann robert musil fad werden? versteh ich nicht...

die kleinste erzählung fesselt absolut

musil lesen ist wunderschönste dichte und, ich traus mich fast nicht sagen, meditation (bitte dieses wort ohne jede esoklatsche) 

6.12.06 03:22


Schach

Ich bin absolut fasziniert vom Schachspiel... Nach einigen Jahren des stumpfen Computerschachs auf dem PC oder Amiga, was mich nie wirklich sehr gereizt hat, hab ich mir einen billigen Schachcomputer zugelegt.

Nun spiele ich schon seit einer Woche, täglich mehrere Stunden gegen diesen kleinen Computer und hab mir auch noch ein Einführungsbuch gekauft. Komisch an der ganzen Sache ist bloß, desto länger ich in dem Buch lese, und desto mehr Taktiken und Kombinationen ich beherrsche, desto schlechter spiele ich. Zuvor hab ich den Computer sogar einige Male besiegen können. Jetzt, wo ich versuche meine Züge genau zu überdenken, dauert das Spiel zwar erheblich länger, aber der Computer fällt nichtmehr auf meine Tricks rein. Überhaupt kommt es mir so vor, als würde ER jetzt besser spielen als vorher... ??? Vielleicht hab ich vorher nicht gesehen wie schlecht meine Lage ist und einfach drauf los gespielt. Trotzdem macht es jetzt irgendwie mehr Spaß.

 Das alles bewegt sich aber bloß auf der Ebene von Begrifflichkeiten....

Überhaupt scheint es mir, als wäre das Verständnis für das Spiel überaus abstrakt. Die Züge sind zwar greifbar, aber die Ideen dahinter, weniger die angestrebte Kombination, als etwas wie eine Ideologie. 

Erstaunlich, wie manche Menschen es schaffen, Gefühle und Ziele auf ein Brett mit 64 Felder zu übertragen.  

 

 

12.12.06 15:07


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