razzo

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Schach

Ich bin absolut fasziniert vom Schachspiel... Nach einigen Jahren des stumpfen Computerschachs auf dem PC oder Amiga, was mich nie wirklich sehr gereizt hat, hab ich mir einen billigen Schachcomputer zugelegt.

Nun spiele ich schon seit einer Woche, täglich mehrere Stunden gegen diesen kleinen Computer und hab mir auch noch ein Einführungsbuch gekauft. Komisch an der ganzen Sache ist bloß, desto länger ich in dem Buch lese, und desto mehr Taktiken und Kombinationen ich beherrsche, desto schlechter spiele ich. Zuvor hab ich den Computer sogar einige Male besiegen können. Jetzt, wo ich versuche meine Züge genau zu überdenken, dauert das Spiel zwar erheblich länger, aber der Computer fällt nichtmehr auf meine Tricks rein. Überhaupt kommt es mir so vor, als würde ER jetzt besser spielen als vorher... ??? Vielleicht hab ich vorher nicht gesehen wie schlecht meine Lage ist und einfach drauf los gespielt. Trotzdem macht es jetzt irgendwie mehr Spaß.

 Das alles bewegt sich aber bloß auf der Ebene von Begrifflichkeiten....

Überhaupt scheint es mir, als wäre das Verständnis für das Spiel überaus abstrakt. Die Züge sind zwar greifbar, aber die Ideen dahinter, weniger die angestrebte Kombination, als etwas wie eine Ideologie. 

Erstaunlich, wie manche Menschen es schaffen, Gefühle und Ziele auf ein Brett mit 64 Felder zu übertragen.  

 

 

12.12.06 15:07


Vorsatz zum Verhassen

Ich habe mir, gerade jetzt, in diesem Moment vorgenommen von nun an meinen Hass hier reinzutragen. Der ist normalerweise recht vielgestaltig, red ich mir zumindest gerade ein. Schaun wir mal...

 Jetzt gerade fällt mir zwar nichts hassenswertes ein, aber vielleicht kommt das ja noch.

 Einerseits mein Hass auf jede Form von Literaturanalyse, aber das ist irgendwie kein wirklicher Reißer...

 Gerade hab ich gelesen, wie jemand meinte, er hielte heinrich mann für einen besseren schriftsteller als seinen bruder thomas...

 um eines klarzustellen, mir ist politische ambition verhasst (<-- da haben wirs) und auch wenn man dem thomas sowas nachsagt, seine bücher ließen sich wohl auch ohne jeden anklang an solcherlei themen lesen

 bei heinrich wär ich mir da nicht so sicher. ebenso würde ich allerdings jedem sagen, dass ich robert musil für einen größeren schriftsteller als alle manns zusammen halte. vielleicht auch jahnn

 wie kann robert musil fad werden? versteh ich nicht...

die kleinste erzählung fesselt absolut

musil lesen ist wunderschönste dichte und, ich traus mich fast nicht sagen, meditation (bitte dieses wort ohne jede esoklatsche) 

6.12.06 03:22


Häßlicher Tag... und Kurt Tucholsky

Nun ja, es war wieder einmal ein ziemlich häßlicher Tag, was soll man da machen...

ich habe es mir angewöhnt, stets wenn ich in schlechter verfassung bin, in eine buchhandlung zu gehen und mein geld auf den kopf zu werfen. heute ist mir nicht einmal das gelungen. aus irgendeinem grund hab ich mir einen billigen auswahlband von kurt tucholsky zugelegt, obwohl ich sonst eigentlich nie interesse an seinen büchern habe. vielleicht schwirrt in meinem kopf eine idee von promiskuität umher, vielleicht halte ich ihn irgendwie für zu seicht...
das wird es wohl sein... naja schaun wir halt mal; wenn ich nichts besseres finde zahl ich sogar für john grisham, das ist bloß noch reiner wahnsinn, so einen schund darf man doch garnicht lesen!!!

in der letzten zeit habe ich es geschafft mir fast jeden tag ein neues buch zuzulegen, und wenn ich an einem tag einmal nicht dazu kam, dann hab ich mir am tag darauf gleich zwei oder drei gekauft, das muss aufhören; meine bücher liegen schon überall am boden herum, von den kosten garnicht erst zu reden. stolz bin ich allerdings auf meine theodor mommsen ausgabe der römischen geschichte, die hab ich schon lange gesucht, außerdem hab ich den band zum frühen mittelalter von jan dhondt gefunden, wird nicht mehr gedruckt, vielleicht nur vorübergehend, ist auch egal, auf jeden fall hab ich den gesucht und gefunden...

 

 

29.11.06 20:10


Literaturgeschichte als Provokation

Vor einigen Jahren habe ich mir auf dem Flohmarkt folgendes Buch gekauft:

Hans Robert JAUSS: Literaturgeschichte als Provokation (Frankfurt 1970);

Ich konnte mit dem Buch damals irgendwie nichts anfangen, doch als ich gestern vor dem Schlafen noch ein Buch suchte, fiel es mir zufällig in die Hände. Jetzt ist mir der Inhalt doch wohl etwas näher als bei meinem ersten Urteil. Überhaupt kommt es mir vor, als würden sich die Essays und die darin vorkommenden Ideen zur Literaturwissenschaft, die mir normalerweise relativ verhasst ist, auf viele andere Gebiete umlegen lassen. Ein naheliegendes Beispiel bringt Jauss auch selbst, ich glaube es ist im letzten Essay, indem er den Einfluss der Geschichte auf die Literatur, dem Einfluss der Literatur auf die Geschichte als diesem ebenbürtig auszeichnet... Kein wirklich neuer Gedanke, aber man fasst solche Dinge ja meistens erst dann auf, wenn sie irgendwo gedruckt sind, oder von jemand anders erwähnt werden.

Das erste Essay behandelt die etymologische Entwicklung des Wortes "modern". Naja, irgendwie fährt Jauss da den Liebhabern der Antike übers Maul. Vielleicht hätte er sich den Aufsatz sparen sollen. Die Erkenntnisse sind doch eigentlich auch so jedem klar.
29.11.06 12:14


Literaturgeschichte als Provokation

Vor einigen Jahren habe ich mir auf dem Flohmarkt folgendes Buch gekauft:

Hans Robert JAUSS: Literaturgeschichte als Provokation (Frankfurt 1970);

Ich konnte mit dem Buch damals irgendwie nichts anfangen, doch als ich gestern vor dem Schlafen noch ein Buch suchte, fiel es mir zufällig in die Hände. Jetzt ist mir der Inhalt doch wohl etwas näher als bei meinem ersten Urteil. Überhaupt kommt es mir vor, als würden sich die Essays und die darin vorkommenden Ideen zur Literaturwissenschaft, die mir normalerweise relativ verhasst ist, auf viele andere Gebiete umlegen lassen. Ein naheliegendes Beispiel bringt Jauss auch selbst, ich glaube es ist im letzten Essay, indem er den Einfluss der Geschichte auf die Literatur, dem Einfluss der Literatur auf die Geschichte als diesem ebenbürtig auszeichnet... Kein wirklich neuer Gedanke, aber man fasst solche Dinge ja meistens erst dann auf, wenn sie irgendwo gedruckt sind, oder von jemand anders erwähnt werden.

Das erste Essay behandelt die etymologische Entwicklung des Wortes "modern". Naja, irgendwie fährt Jauss da den Liebhabern der Antike übers Maul. Vielleicht hätte er sich den Aufsatz sparen sollen. Die Erkenntnisse sind doch eigentlich auch so jedem klar.

 

29.11.06 11:43


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